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| '''[/111] Nun will ich schreiben über seinen Sohn Adel'''
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| Friso, der unsere Geschichte aus dem Buche der Adelingen2 kennengelernt hatte, hat alles getan, um ihre Freundschaft zu erwerben. Seinen ersten Sohn, den er hier gewann bei Swethirte, seinem Weibe, hat er zur Stund Adel geheißen. Und obgleich er seine ganze Macht dafür einsetzte, daß keine Burgen wieder hergestellt noch aufgebaut wurden, so sandte er doch Adel nach der Burg auf Texland, auf daß er durch und durch alles dessen kundig werden sollte, was zu unseren Gesetzen, unserer Sprache und unseren Sitten gehört. Als Adel zwanzig Jahre zählte, ließ Friso ihn in seine eigene Schule kommen, und als er ausgelernt hatte, ließ er ihn durch alle Staaten fahren. Adel war ein liebenswürdiger Jüngling: auf seinen Fahrten hat er sich viele Freunde gewonnen. Daher ist es gekommen, daß das Volk ihn Atharik (Freundereich) nannte, was ihm nachdem sehr wohl zustatten gekommen ist. Denn als sein Vater gestorben war, blieb er an seiner Statt, ohne daß die Wahl eines anderen Grafen zur Erörterung gekommen wäre.
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| '''[112]''' Derweilen Adel in Texland in der Lehre war, befand sich gleichzeitig eine sehr liebe Maid auf der Burg. Sie war den aus den Sachsenmarken herkünftig, aus dem Staat, der geheißen ist Svoboland1. Darum ward sie zu Texland Svobene geheißen, obgleich ihr Name Ifkja war. Adel hatte sie liebgewonnen, und sie hatte Adel lieb. Aber sein Vater befahl ihm, er solle noch warten. Adel war gehorsam, aber sobald sein Vater gestorben war und er auf dessen Sitz saß, sandte er sofort Boten zu Bertholde, ihrem Vater, ob er seine Tochter zum Weibe haben dürfte. Bertholde war ein Fürst von unverdorbenen Sitten. Er hatte Ifkja nach Texland in die Lehre gesandt, in der Hoffnung, daß sie einmal zur Burgmaid gekoren werde in seinem eigenen Lande. Doch er hatte ihrer beider Begehren erfahren: darum ging er hin und gab ihnen seinen Segen.
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| Ifkja war eine rechte Fryas. Soweit ich sie kennengelernt habe, hat sie immer gewirkt und gestrebt, auf daß Fryas Kinder wieder unter dasselbe Gesetz und unter einen Bann kommen möchten. Um die Menschen auf ihre Seite zu bringen, war sie, als sie von ihrem Vater fortging, mit ihrem Friedel durch alle Sachsenmarken gefahren und weiter nach Gertmannia. Gertmannia, also hatten die Gertmänner ihren Staat geheißen, den sie durch Gosas Betreiben erhalten hatten. Von dort gingen sie nach den Dänemarken. Von den Dänemarken schifften sie sich ein nach Texland. Von Texland gingen sie nach Westflyland und so die See entlang nach Walhallagara hin. Von Walhallagara zogen sie den Rhein entlang, bis sie mit großer Gefahr zu den Marsaten kamen, worüber unsere Apollanja geschrieben hat. Als sie dort eine Weile geblieben waren, gingen sie wieder abwärts. Als sie nun eine Zeitlang zur Niederung abwärts gefahren waren, bis sie in die Gegend der alten Burg Aken (Aachen) kamen, sind unversehens vier Knechte ermordet und nackt ausgeplündert worden. Sie waren ein wenig zurückgeblieben. Mein Bruder, der überall dabei '''[113]''' war, hatte es ihnen oft verboten, doch sie hatten nicht gehorcht. Die Mörder, die das getan hatten, waren Twiskländer, die heutzutage dreist über den Rhein kommen, um zu morden und zu rauben<ref>Der Schreiber des Urkodex A hat Veranlassung genommen, die Verachtung der reinrassigen Fryas und Wralda-Verehrer für die Franken in einigen Bemerkungen an die Ahnherren der »ältesten Tochter der Kirche«, die Franken und ihren Imperialismus zu richten, dessen Handlanger die Kirche war. Diese Bemerkungen sind wahrscheinlich von den späteren Schreibern von Kodex B und C mit jenen Etymologien versehen, die von mir, wie viele andere, gestrichen wurden. Von den Twiskländern heißt es nämlich: Sie sind verbannte oder weggelaufene Fryaskinder. Sie hatten ihre Weiber von einem braunen Finda-Volk genommen und nannten sich selber Frya oder Franka.«</ref>.
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| Wie Apollonja, sahen sie sich die Lydasburg und das Alderga an. Von dort zogen sie über Staverens Orte bei ihren Leuten herum. Sie hatten sich so liebenswert geführt, daß die Menschen sie allewege behalten wollten. Drei Monate später sandte Adel Boten an alle Freunde, die er gewonnen hatte, und ließ sie bitten, sie sollten im Minnemonat weise Leute zu ihm senden...
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| ==Fußnoten== | |
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U. Konrad
3. Wiedervereinigung
Adel und Ifkja
154.17
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