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DE131.26 Heimkehrer: Difference between revisions

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'''[/97]''' Wenn der Kroder eine Zeit weitergedreht hat<ref>Nml. das Julrad.</ref>, werden die Nachfahren wähnen, daß jene Mängel und Gebrechen, welche die Bruchmänner mitgebracht haben, ihren Vorfahren eigen wären. Dawider werde ich wachen und darum so viel über ihre Bräuche schreiben, als ich gesehen habe. Über die Geertmänner '''[98]''' kann ich leicht hinweggehen. Ich habe mit ihnen nicht viel verkehrt. Doch soviel ich gesehen habe, sind sie am meisten Sprache und Sitten treu geblieben. Das kann ich nicht von den anderen sagen. Die aus den Krekalanden herkamen, sind von übler Sprache und ihrer Sitte wegen kann man sie nicht rühmen. Viele haben braune Augen und braunes Haar. Sie sind bösartig und dreist und ängstlich durch Aberglauben. Wenn sie sprechen, nennen sie die Worte zuerst, die zuletzt kommen sollen. Zu ''»ald«'' sagen sie ''»ad«'', zu ''»salt«'' ''»sad«'', ''»ma«'' für ''»man«'', ''»sel«'' für ''»skil«'', ''»sode«'' für ''»skolde«'', zuviel, um alles aufzuzählen. Auch führen sie meistens sonderbare und verkürzte Namen, denen man keine Bedeutung zulegen kann.
'''[/97]''' Wenn der Kroder eine Zeit weitergedreht hat<ref>Nml. das Julrad.</ref>, werden die Nachfahren wähnen, daß jene Mängel und Gebrechen, welche die Bruchmänner mitgebracht haben, ihren Vorfahren eigen wären. Dawider werde ich wachen und darum so viel über ihre Bräuche schreiben, als ich gesehen habe. Über die Geertmänner '''[98]''' kann ich leicht hinweggehen. Ich habe mit ihnen nicht viel verkehrt. Doch soviel ich gesehen habe, sind sie am meisten Sprache und Sitten treu geblieben. Das kann ich nicht von den anderen sagen. Die aus den Krekalanden herkamen, sind von übler Sprache und ihrer Sitte wegen kann man sie nicht rühmen. Viele haben braune Augen und braunes Haar. Sie sind bösartig und dreist und ängstlich durch Aberglauben. Wenn sie sprechen, nennen sie die Worte zuerst, die zuletzt kommen sollen. Zu ''»ald«'' sagen sie ''»ad«'', zu ''»salt«'' ''»sad«'', ''»ma«'' für ''»man«'', ''»sel«'' für ''»skil«'', ''»sode«'' für ''»skolde«'', zuviel, um alles aufzuzählen. Auch führen sie meistens sonderbare und verkürzte Namen, denen man keine Bedeutung zulegen kann.


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Hiermit will ich enden, und nun meine ich, daß ich mehr geschrieben habe als einer meiner Vorfahren. Frethorik.
Hiermit will ich enden, und nun meine ich, daß ich mehr geschrieben habe als einer meiner Vorfahren. Frethorik.


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Revision as of 10:41, 18 August 2024

S. Frethorik

5. Mängel der Heimkehrer

131.26

Wirth 1933

[/97] Wenn der Kroder eine Zeit weitergedreht hat[1], werden die Nachfahren wähnen, daß jene Mängel und Gebrechen, welche die Bruchmänner mitgebracht haben, ihren Vorfahren eigen wären. Dawider werde ich wachen und darum so viel über ihre Bräuche schreiben, als ich gesehen habe. Über die Geertmänner [98] kann ich leicht hinweggehen. Ich habe mit ihnen nicht viel verkehrt. Doch soviel ich gesehen habe, sind sie am meisten Sprache und Sitten treu geblieben. Das kann ich nicht von den anderen sagen. Die aus den Krekalanden herkamen, sind von übler Sprache und ihrer Sitte wegen kann man sie nicht rühmen. Viele haben braune Augen und braunes Haar. Sie sind bösartig und dreist und ängstlich durch Aberglauben. Wenn sie sprechen, nennen sie die Worte zuerst, die zuletzt kommen sollen. Zu »ald« sagen sie »ad«, zu »salt« »sad«, »ma« für »man«, »sel« für »skil«, »sode« für »skolde«, zuviel, um alles aufzuzählen. Auch führen sie meistens sonderbare und verkürzte Namen, denen man keine Bedeutung zulegen kann.

Die Ionier sprechen besser, aber sie verschweigen das h, und wo es nicht sein soll, wird es ausgesprochen, Wenn jemand ein Bildwerk macht nach einem Verstorbenen und es gleicht, so glauben sie, daß der Geist des Verstorbenen hineinfährt. Darum halten sie alle Bildwerke von Frya, Festa, Medea, Thjanja, Hellenja und vielen anderen verborgen. Wird ein Kind geboren, so kommen die Sippen zusammen und beten zu Frya, daß sie ihre Mädchen (Dienerinnen) kommen lassen möge, um das Kind zu segnen. Haben sie gebetet, so darf sich niemand rühren noch hören lassen. Fängt ein Kind an zu greinen und hält dies eine Weile an, so ist das ein übles Zeichen, und man vermutet, daß die Mutter Hurerei begangen hat. Davon habe ich arge Dinge gesehen. Fängt das Kind an zu schlafen, so ist das ein Zeichen, daß die Dienerinnen gekommen sind. Lacht es im Schlafe, dann haben sie dem Kinde Glück zugesagt. Überdies glauben sie an böse Geister, Hexen, Unholde, Kobolde und Elfen, als ob sie von den Finnen herstammten.

Hiermit will ich enden, und nun meine ich, daß ich mehr geschrieben habe als einer meiner Vorfahren. Frethorik.

Fußnoten

  1. Nml. das Julrad.

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