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| '''[/49]''' Aus diesem Zuge ist die Geschichte von Wodin entstanden, welche an den Burgen ist geritzt und hier abgeschrieben ist. | | {{Kapitelnavigation|normal=DE056.21 Tunis|back=DE050.19 Magjaren}} |
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| An der Aldergamunde da wohnte in Ruhestand ein alter Seekönig: Sterik war sein Name und der Ruf seiner Taten war groß. Dieser alte Robbe hatte drei Neffen: Wodin, der älteste, heimatete zu Lumka-makia bei der Eemunde in Ost-Flyland, zu Haus. Ehemals war Heermann gewesen. Tünis und Inka waren Seekämpen und just nun bei ihrem Vateronkel an der Aldergamunde zu Haus. Als die jungen Kämpen nun zueinander kamen, erkoren sie Odin zu ihrem Heermann oder König, und die Seekämpen koren Tünis zu ihrem Seekönig und Inka zu ihrem Schult-bei-Nacht. Die Seeleute fuhren dann nach den Dänemarken: dort nahmen sie Wodin mit seiner, streitbaren Landwehr an Bord. Der Wind war räumig, und so waren sie im Handumdrehen in Schonland. Als die nordischen Brüder sich mit ihm vereinigt hatten, teilte Wodin sein gewaltiges Heer in drei Keile. »Frya« war ihr Waffenruf, und so schlug er die Finnen und Magjaren zurück, als ob es Kinder wären.
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| Als der Magy erfuhr, wie seine Leute alle umgebracht wurden, da sandte er Boten mit Stab und Krone. Sie sagten zu Wodin: »O du allergrößter der Könige, wir sind schuldig. Doch alles, was wir getan haben, ist aus Not geschehen. Ihr meint, daß '''[50]''' wir eure Brüder mutwillig angegriffen haben. Aber wir sind von unseren Feinden fortgetrieben, und sie alle hängen uns noch an den Fersen. Wir haben des öfteren Hilfe von Eurer Burgmaid gebeten, aber sie hat unser nicht geachtet. Der Magy sagt: ‘So wenn wir einander zur Hälfte töten, so werden die wilden Schafhirten kommen und uns allesamt töten.’ Der Magy hat viele Reichtümer, aber er hat gesehen, daß Frya gewaltiger ist als alle unsere Geister zusammen. Er will sein Haupt in ihren Schoß legen. Du bist der reckenhafteste König der Erde, dein Volk ist von Eisen. Werde unser König, und wir alle werden deine Sklaven sein. Was wäre das ehrenreich für dich, wenn du die Wilden wieder zurücktreiben könntest. Unsere Hörner würden es herumblasen und unsere Mären würden überall vor dir hergehen.«
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| Wodin war stark, wüst und reckenhaft, aber er war nicht klarsehend. Dadurch ward er in ihren Schlingen gefangen und von dem Magy gekrönt. Sehr viele Seefahrer und Landwehrer, denen diese Kür nicht zusagte, zogen still von hinnen, indem sie Kat mitnahmen. Aber Kat, die weder vor der Mutter noch vor der gemeinen Acht erscheinen wollte, sprang über Bord. Da kam der Sturmwind und trieb die Schiffe auf die Schären der Dänenmarken, ohne daß man einen Mann vermißte. Nachdem haben sie diese Straße Katsgat geheißen.
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| Als Wodin gekrönt war, ging er auf die Wilden los. Sie waren alle Reiter: gleich einem Hagelschauer fielen sie auf Wodins Heer, aber gleich einem Wirbelwind wendeten sie um und wagten nicht wieder zu erscheinen. Als Wodin nun zurückkam, gab ihm der Magy seine Tochter zum Weibe. Nachdem wurde er mit Kräutern beräuchert: aber es waren Zauberkräuter darunter, denn Wodin wurde stufenweise so vermessen, daß er Fryas und Wraldas Geist mißzuerkennen und zu verspotten wagte, während er seinen freien Hals vor den falschen götzengleichen Bildwerken beugte. Sein Reich hielt sich sieben Jahre: da verschwand er. Der Magy sagte, daß er unter ihre Götter aufgenommen wäre, und daß er von dort über sie waltete. Aber unser Volk verlachte seine Worte.
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| Als Wodin nun eine Weile verschwunden war, kam da Zwiespalt. Wir wollten einen anderen König kiesen, aber das wollte der Magy, nicht gestatten. Er behauptete, daß es ein Recht wäre, ihm von seinen Göttern gegeben. Außer diesem Zwist gab es noch '''[51]''' einen zwischen den Magjaren und den Finnen, die weder Frya noch Wodin ehren wollten. Aber der Magy tat, wie ihm gut deuchte: denn seine Tochter hatte bei Wodin einen Sohn gewonnen, und nun wollte der Magy, daß dieser von Hoher Herkunft sein sollte. Während alle zankten und sich stritten, krönte er den Knaben zum König und stellte sich selber als Vogt und Vormund oder Ratgeber an. Die da mehr von ihrem Balg als von ihrem Recht hielten, ließen ihn gewähren; aber die Guten zogen fort. Viele Magjaren flohen mit ihren Leuten zurück, und die Seeleute schifften sich ein, und ein Heer dreister Finnen ging als Ruderer mit ihnen.
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| | Kapitel K: [[K Wirth|Wirth 1933]] |
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| {{DEFAULTSORT:^K. Zeitalter Tunis^}} | | {{DEFAULTSORT:^K. Zeitalter Tunis^}} |
K. Zeitalter Tunis
2. Alle Burgen 2: Wodin
53.12
Fußnoten
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andere deutsche Übersetzungen
Kapitel K: Wirth 1933