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S4T Wirth

From Oera Linda Wiki
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Teil II. Fortsetzung von Oera Lindas

S. Frethorik

4. Wende im Nordland
5. Mängel der Heimkehrer

T. Wiljo

1. Einführung von Wiljo
2. Schriften Hellenias
Freiheitssinn
Jesus von Kaschmir
Kahlköpfige Priester
3. Frana empfiehlt Tüntja
4. Gosa: Drei Wörter

Wirth 1933

[97] Diese Schrift ist mir über Nordland oder Schonland gegeben

Zur Zeit[1], da unser Land niedersank, war ich in Schonland. Da ging es also her. Es gab große Seen, die von dem Grunde auf sich wie eine Blase ausdehnten; dann spalteten sie sich, aus den Rissen kam ein Stoff, als ob es glühendes Eisen wäre. Da waren Berge, deren Gipfel abbrachen. Sie taumelten herab und fegten Wälder und Dörfer hinweg. Ich selber sah, daß ein Berg von einem anderen losgerissen wurde. Senkrecht sank er nieder. Als ich nachher ging, um zu sehen, war dort eine Mar entstanden. Als die Erde sich erholte, kam ein Herzog von Lindasburg her, mit seinem Volk und einer Maid. Die Maid rief alleweg: »Der Magy ist schuldig an allem Leid, das wir gelitten haben.« Sie zogen immer weiter und das Heer wurde stetig größer. Der Magy floh von dannen. Man fand seine Leiche: er hatte sich selber umgebracht. Da wurden die Finnen vertrieben nach einer Stätte, wo sie leben durften. Es waren da welche von gemischtem Blute: diese durften bleiben. Doch viele gingen mit den Finnen mit. Der Herzog ward zum König gekoren. Die Kirchen[2], die heil geblieben waren, wurden zerstört. Seitdem kommen die guten Nordleute öfter um Rat zu der Mutter nach Texland. Doch wir können sie nicht als rechte Fryas anerkennen.

In den Niederen Marken (Dänemarken) wird es gewiß wie bei uns vor sich gegangen sein. Die Seeleute, die sich selber kühn Seekämpen nennen, sind auf die Schiffe und nachher wieder zurück gegangen.

Heil![3]

Wenn der Kroder eine Zeit weitergedreht hat[4], werden die Nachfahren wähnen, daß jene Mängel und Gebrechen, welche die Bruchmänner mitgebracht haben, ihren Vorfahren eigen wären. Dawider werde ich wachen und darum so viel über ihre Bräuche schreiben, als ich gesehen habe. Über die Geertmänner [98] kann ich leicht hinweggehen. Ich habe mit ihnen nicht viel verkehrt. Doch soviel ich gesehen habe, sind sie am meisten Sprache und Sitten treu geblieben. Das kann ich nicht von den anderen sagen. Die aus den Krekalanden herkamen, sind von übler Sprache und ihrer Sitte wegen kann man sie nicht rühmen. Viele haben braune Augen und braunes Haar. Sie sind bösartig und dreist und ängstlich durch Aberglauben. Wenn sie sprechen, nennen sie die Worte zuerst, die zuletzt kommen sollen. Zu »ald« sagen sie »ad«, zu »salt« »sad«, »ma« für »man«, »sel« für »skil«, »sode« für »skolde«, zuviel, um alles aufzuzählen. Auch führen sie meistens sonderbare und verkürzte Namen, denen man keine Bedeutung zulegen kann.

Die Ionier sprechen besser, aber sie verschweigen das h, und wo es nicht sein soll, wird es ausgesprochen, Wenn jemand ein Bildwerk macht nach einem Verstorbenen und es gleicht, so glauben sie, daß der Geist des Verstorbenen hineinfährt. Darum halten sie alle Bildwerke von Frya, Festa, Medea, Thjanja, Hellenja und vielen anderen verborgen. Wird ein Kind geboren, so kommen die Sippen zusammen und beten zu Frya, daß sie ihre Mädchen (Dienerinnen) kommen lassen möge, um das Kind zu segnen. Haben sie gebetet, so darf sich niemand rühren noch hören lassen. Fängt ein Kind an zu greinen und hält dies eine Weile an, so ist das ein übles Zeichen, und man vermutet, daß die Mutter Hurerei begangen hat. Davon habe ich arge Dinge gesehen. Fängt das Kind an zu schlafen, so ist das ein Zeichen, daß die Dienerinnen gekommen sind. Lacht es im Schlafe, dann haben sie dem Kinde Glück zugesagt. Überdies glauben sie an böse Geister, Hexen, Unholde, Kobolde und Elfen, als ob sie von den Finnen herstammten.

Hiermit will ich enden, und nun meine ich, daß ich mehr geschrieben habe als einer meiner Vorfahren. Frethorik.

Frethorik, mein Gatte, ist dreiundsechzig Jahre alt geworden. Seit hundertundacht Jahren ist er der erste seines Geschlechtes, der friedlich gestorben ist. Alle anderen sind den Hieben erlegen, dadurch daß sie kämpften wider eigene und Fremde um Recht und Pflicht.

Mein Name ist Wiljo, ich bin die Maid, die mit ihm aus den [99] Sachsenmarken heimfuhr. Durch Rede und Umgang kam es heraus, daß wir alle beide von Adelas Geschlecht waren: da entstand Liebe, und nachdem sind wir Mann und Weib geworden. Er hat mir fünf Kinder nachgelassen, zwei Söhne und drei Töchter. Konerêd, so heißt mein Ältester, Hachgana mein Zweiter; meine älteste Tochter heißt Adela, die zweite Frulik und die jüngste Nocht. Als ich nach den Sachsenmarken fuhr, habe ich drei Bücher gerettet: das Buch der Gesänge, das Buch der Erzählungen und das Helenja-Buch. Ich schreibe dies, damit man nicht denken soll, daß sie von Apollanja sind: ich habe darob viel Leid gehabt und will deshalb auch die Ehre haben. Auch habe ich mehr getan: als Gosa-Makonta gestorben ist, deren Güte und Klarsichtigkeit zu einem Sprichwort geworden war, da bin ich allein nach Texland gegangen, um die Schriften abzuschreiben, die sie nachgelassen hat. Und als der letzte Wille Franas gefunden wurde und die nachgelassenen Schriften der Dela oder Hellenia, habe ich es noch einmal getan.

Dies sind die Schriften von Hellenia.

Ich habe sie zuvorderst gestellt, weil sie die allerältesten sind

Allen echten Fryas Heil!

In früheren Zeiten wußten die slawonischen[5] Völker nichts von Freiheit. Gleich Ochsen wurden sie unter das Joch gebracht. Sie wurden in der Erde Eingeweide gejagt, um Metall zu schürfen, und aus den harten Bergen mußten sie Häuser bauen zum Heim der Fürsten und Priester. Bei allem, was sie taten, war nichts für sie zum Sättigen, sondern alles mußte dienen, um die Fürsten und Priester noch reicher und gewaltiger zu machen. Unter dieser Arbeit wurden sie grau und stramm, ehe sie bejahrt geworden waren, und starben ohne Genuß, obgleich die Erde dessen in Überfluß zum Nutzen aller ihrer Kinder gibt. Aber unsere Briten und unsere Verbannten überzogen Twiskland bis in ihre Marken und unsere Steuerer (Seeleute) kamen in ihre [100] Häfen. Von diesen hörten sie reden über die gleiche Freiheit und Recht und Gesetze, ohne die niemand sein kann. Alles dies wurde von diesen betrübten Menschen aufgesogen wie der Tau von den dürren Feldern. Als sie dessen voll waren, begannen die Dreistesten mit ihren Ketten zu klippern, also daß es den Fürsten weh tat. Die Fürsten sind stolz und kriegerisch, darum ist auch keine Tugend in ihren Herzen: sie berieten sich zusammen und gaben von ihrem Überfluß etwas ab. Aber die feigen, scheinfrommen Priester mochten das nicht leiden; unter ihren ersonnenen Göttern hatten sie auch bösartiggrausame Herren[6] geschaffen. Die Pest kam über das Land. Nun sagten sie, daß die Herren über die Unbotmäßigkeit der Bösen zornig seien. Da wurden die dreistesten Menschen mit ihren Ketten erwürgt. Die Erde hat ihr Blut getrunken; mit diesem Blut nährte sie ihre Früchte und Gewächs, und alle, die davon aßen, wurden weise.

Sechszehnhundert Jahre[7] waren vergangen seit Atland versunken war, und zu diesen Zeiten ereignete sich etwas, womit niemand gerechnet hatte.

In dem Herzen des Findaslandes auf den Bergen liegt eine Fläche, welche Kasamyr[8] geheißen ist (das ist »seltsam«). Da ward ein Kind geboren, seine Mutter war die Tochter eines Königs und sein Vater ein Hauptpriester. Um der Scham zu entkommen, mußten sie ihr eigenes Blut verleugnen. Darum wurde es außerhalb der Stadt zu armen Leuten gebracht. Inzwischen war ihm nichts verhehlt worden; darum tat er alles, um Weisheit zu erlangen und zu sammeln. Sein Verstand war so groß, daß er alles verstand, was er sah und hörte. Das Volk schaute mit Ehrerbietung auf ihn, und die Priester wurden von seinen Fragen in die Enge getrieben. Als er (voll)jährig wurde, ging er zu seinen Eltern. Diese mußten harte Dinge hören. Um seiner quitt zu werden, gaben sie ihm Überfluß von köstlichen Steinen; aber sie trauten sich nicht, ihn offenbar als ihr Blut zu bekennen. Von [101] Betrübnis überwältigt über die falsche Scham seiner Eltern, begann er herumzuirren. Immerfort fahrend begegnete er einem Fryas-Steurer (Seefahrer), der als Sklave diente; von diesem lernte er unsere Sitten und Gepflogenheiten. Er kaufte ihn frei, und bis zu ihrem Tode sind sie Freunde geblieben.

Allerwärts, wo er fürderhin zog, lehrte er die Leute, daß sie weder Reiche noch Priester zulassen sollten; daß sie sich hüten sollten vor der falschen Scham, die allerwege Übel der Liebe tut. Die Erde, sagte er, schenkt ihre Gaben nach dem Maße, in der man ihre Haut klaubt; daß man darin soll schürfen, ackern und säen, so man derob mähen wolle. Doch, sagte er, niemand braucht etwas für einen anderen zu tun, es sei denn, daß es bei gemeinem Willen oder aus Liebe geschehe. Er lehrte, daß niemand in ihren Eingeweiden um Gold oder Silber oder kostbare Steine wühlen sollte, denen Neid anklebt und Liebe fliehet. Um eure Maiden und Weiber zu zieren, gibt der Fluß (Gold) genug. Niemand, sagte er, hat dessen Gewalt, alle Menschen maßreich zu machen und (allen) gleiches Glück zu geben. Denn es ist aller Menschen Pflicht, die Menschen so maßreich zu machen und so viel Genießen zu geben, als erlangt werden kann. Keine Wissenschaft, sagte er, darf man geringschätzen, doch gleichteilen ist die größte Wissenschaft, welche die Zeit uns lehren mag. Darum, daß sie Ärgernis von der Erde wehret und die Liebe nährt.

Sein erster Name war Jes-us. Doch die Priester, die ihn sehr haßten, hießen ihn Fo, das ist »falsch«; das Volk hieß in Kris-en[9], das ist »Hirte«, und sein friesischer Freund nannte ihn Bûda, weil er in seinem Haupt einen Schatz an Weisheit hatte und in seinem Herzen einen Schatz an Liebe.

Zuletzt mußte er vor der Rache der Priester fliehen, aber überall, wohin er kam, war seine Lehre ihm vorhergegangen, und überall, wohin er ging, folgten ihm seine Feinde[10] wie sein Schatten. [Teil übersprungen]

Was meinst du nun, daß die Priester taten? Das muß ich dir melden. Auch mußt du sehr darauf achten, fürder mußt du wachen über ihr Betreiben und Ränke, mit allen Kräften, welche Wralda in dich gelegt hat.

Derweilen die Lehre Jesus’ über die Erde fuhr, gingen die falschen Priester nach dem Land seiner Geburt, seinen Tod offenkundlich [102] zu machen. Sie sagten, daß sie von seinen Freunden wären; sie trugen große Trauer zur Schau, indem sie ihre Kleider in Fetzen rissen und ihre Köpfe kahlschoren. Sie gingen in die Höhlen der Berge wohnen; doch dahin hatten sie ihre Schätze gebracht; da drinnen machten sie Bildwerke des Jesus. Diese Bildwerke gaben sie den Unarges denkenden Leuten. Zu langer Letzt sagten sie, daß Jesus ein Herr-Gott (drochten) wäre; daß er dies selber ihnen bekannt hatte und daß alle, die an ihn und seine Lehre glauben wollten, nachmals in sein Königreich kommen würden, wo Freude und genießen seien.

Sintemal sie wußten, daß Jesus wider die Reichen zu Felde gezogen war, kündeten sie allerwege, daß Armuthaben und Einfältigsein die Türen wären, um in sein Reich zu kommen; daß diejenigen, die auf Erden das meiste gelitten hätten, nochmals die meiste Freude (Genießen) haben würden. Obgleich sie wußten, daß Jesus gelehrt hatte, daß man über seine Triebe Gewalt haben und sie lenken sollte, lehrten sie, daß man alle seine Triebe töten sollte, und daß die Vollkommenheit der Menschen darin bestände, daß er eben unverstörbar wäre wie der kalte Stein.

Um dem Volk nun glauben zu machen, daß sie selber also taten, gebärdeten sie Armut auf den Straßen, und um fürder zu beweisen, daß sie alle ihre Leidenschaften getötet hätten, nahmen sie kein Weib. Doch, so irgendwo eine junge Tochter einen Fehltritt begangen hatte, so wurde ihr dies schnell vergeben. Den Schwachen, sagten sie, sollte man helfen, und um seine eigene Seele zu behalten, sollte man der Kirche viel geben. Dermaßen hatten sie Weib und Kinder ohne Haushalt, und sie wurden reich, ohne zu werken. Aber das Volk ward viel ärmer und mehr elend als bevor. Diese Lehre, bei der die Priester keiner anderen Wissenschaft bedurften, als betrügerisch zu reden, frommen Scheines und Unrechtes zu pflegen, breitete sich von Osten nach Westen aus und wird auch über unser Land kommen.

Aber wenn die Priester wähnen werden, daß sie alles Licht von Fryas und von Jesus’ Lehre ausgelöscht haben werden, dann werden an allen Orten Menschen aufstehen, die Wahrheit in Stille unter sich wahrten und für die Priester verborgen haben. Diese werden sein aus fürstlichem Blute, aus priesterlichem Blute, aus slawonischem Blute und aus Fryas Blute. Diese werden ihre [103] Lampen (?)[11] und das Licht hinaustragen, so daß allmänniglich Wahrheit sehen mag. Sie werden Wehe rufen über die Taten der Priester und Fürsten. Die Fürsten, die Wahrheit minnen und Recht, die werden vor den Priestern weichen. Das Blut wird strömen; aber daraus wird das Volk neue Kräfte sammeln. Findas Volk wird seine Findigkeit zu gemeinem Nutzen anwenden und Lydas Volk seine Kräfte und wir unsere Weisheit. Dann werden die falschen Priester von der Erde weggefegt werden. Wraldas Geist wird allum und allerwege geehrt und angerufen werden. Die Gesetze (êwa), welche Wralda am Anfang in unser Gemüt legte, werden allein gehört werden; da werden keine anderen Meister, noch Fürsten, noch Obmänner[12] sein, als diejenigen, die bei gemeinem Willen geküret sein werden. Dann wird Frya jauchzen und Irtha (Erde) wird ihre Gaben allein schenken dem werkenden Menschen.

Dies alles wird anfangen viertausend Jahre nachdem Atland versunken ist[13], und tausend Jahre später wird da länger kein Priester noch Zwang auf Erden sein.

Dela, zugenannt Hellênja. Wache!

So lautete Franas letzter Wille

Allen edlen Fryas Heil! In dem Namen Wraldas und der Freiheit grüße ich euch und bitte ich euch, wenn ich sterben sollte, ehe ich eine Nachfolgerin ernannt habe, so empfehle ich euch Tüntja, die Burgmaid ist auf der Burg Medeasblik: bis auf den heutigen Tag ist sie die beste.

Dies hat Gosa nachgelassen

Allen Menschen Heil! Ich habe keine Ehrenmutter ernannt, weil ich keine wußte, und es ja besser ist, keine Mutter zu haben, als eine, auf die ihr euch nicht verlassen könnt. Arge Zeit ist [104] vorbeigefahren, aber es kommt noch eine andere. Irtha hat sie nicht geboren und Wralda hat sie nicht geschaffen. Sie kommt aus dem Osten, aus dem Busen der Priester her. So viel Leid wird sie brüten, daß Irtha das Blut ihrer erschlagenen Kinder allesamt nicht wird trinken können. Finsternis wird sie über die Geister der Menschen ausbreiten, wie die Donnerwolken über das Sonnenlicht. Allum und allewege wird List und Götzentreiben wider Freiheit und Recht kämpfen. Recht und Freiheit werden erliegen und wir mit ihnen. Aber dieser Gewinn wird ihren Verlust erwirken. Von den drei Worten werden unsere Nachkommen ihre Leute und Sklaven die Bedeutung lehren: sie sind – gemeine Liebe, Freiheit und Recht.

Zuerst werden sie erglänzen, darnach mit Finsternis kämpfen so lange, bis es hell und klar in jedwedem Herzen und Haupte wird. Dann wird Zwang von der Erde fortgefegt werden wie Donnerwolken vom Sturmwind, und alles Götzentreiben wird dagegen nichts mehr vermögen. Gosa.

Fußnoten

  1. 305 v. Chr.
  2. In den Schriften der Apollonia, Frethorik und folgenden Bruchstücken werden die Tempel – wie oben (S. 48) erwähnt wurde – immer kerka »Kirche« genannt. Es ist dies ein uraltes eurasisches Wort der Thulekultur, ein k-r bzw. g-r oder k-l bzw. k-r Stamm, vgl. Heilige Urschrift, S. 82-82 u. 182-183.
  3. Anmerkung Ott: Wirth platzierte dieses Wort fälschlicherweise als Eröffnung des nächsten Kapitels (siehe Manuskript).
  4. Nml. das Julrad.
  5. Slawenen, Slowenen ist ein alter Eigenname der slawischen Völker (von slowo »Wort«, also »die Redenden«, ,,sich gegenseitig Verständlichen«), wie Sclaveni, die Sklabēnoi des Prokop, und mit abgeworfener Endungssilbe Slavi bei Jornandes, schon früh belegt sind.
  6. Wrang wrada drochtna heißt es schön in der Handschrift, was sich noch rein niederländisch als »wrang wreede« übertragen läßt. Altfriesisch drochten »Herr«, »Fürst«, wird, wie auch altsächsisch drohtin, druhtin, angelsächsisch dryhten usw., als Benennung für die Gottheit oder Gott verwendet.
  7. 2193-1600 = 593 v. Chr.
  8. Kaschmir, im nordwestlichen Himalaya, zu beiden Seiten des oberen Indus.
  9. Kris-en = Krischna.
  10. letha = eig. »Leider«, »die einem Leid antun«.
  11. foddikum(?)
  12. bâsa, mittelniederländisch baes (selten), niederländisch baas, als Bas »Meister«, »Herr« (ehrende Anrede des Gesindes an den Herrn, der Arbeiter an den Werkführer oder Meister, der Gäste an den Wirt usw.), auch im Hochdeutschen entlehnt, ursprünglich im Friesischen und Westniederdeutschen einheimisch, 1597 bei Kilian als »amicus, herus, paterfamilias« belegt. Auch bei diesem Wort könnte man die Hand des Humanisten, des Verfassers von Kodex C, mutmaßen.
  13. 2193 v. Chr. = 4000 = ca. 1800 n. Chr.

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