DE050.19 Magjaren: Difference between revisions
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Revision as of 09:03, 18 August 2024
K. Zeitalter Tunis
1. Waraburg: Magjaren
Wirth 1933
[/47] Dies steht an der Waraburg bei der Alde(r)gamunde geritzt
Die Waraburg ist keine Maidenburg, sondern darin werden alle ausheimischen und ausländischen Dinge verwahrt, die mitgebracht sind von den Seeleuten. Sie ist drei Pfähle, das ist eine Halbzeit, südwärts von Medeasblik gelegen.
Also ist das Vorwort: »Berge, neiget euren Gipfel, Wolken und Ströme, weinet. Ja, Schonland, erröte: Sklavenvölker treten auf dein Kleid, o Frya.«
[48] Also ist die Geschichte
Hundertundein Jahr[1] nachdem Aldland versunken ist, kam da aus dem Osten ein Volk her: das Volk war vertrieben durch ein anderes Volk. Hinter unserem Twiskland gerieten sie in Zwiespalt; sie teilten sich in zwei Haufen, von denen ein jeder seines Weges ging. Von dem einen Teil ist keine Erzählung auf uns gekommen, aber der andere Teil fiel hinten in unser Schonland. Schonland war spärlich bevölkert und an der Rückseite am spärlichsten. Darum vermochten sie es ohne Streit zu gewinnen, und da sie sonst nichts zuleide taten, wollten wir darob keinen Krieg haben. Nun wir sie kennengelernt haben, so will ich über ihre Sitten schreiben, nach dem, wie es uns mit ihnen ergangen ist.
Das Volk war nicht so wild wie viele Geschlechter Findas, aber den Egiptaländern gleich; sie haben Priester wie diese und, nun sie Kirchen[2] haben, auch Bilder. Die Priester sind die einzigen Herren: sie heißen sich selber Magjara. Ihrer aller Oberster heißt Magy[3]; er ist Hauptpriester und König zugleich. All das andere Volk wird für null gehalten und ist gänzlich und gar in ihrer Gewalt. Das Volk hat keinen Namen: von uns sind sie Finnen geheißen. Sonst sind sie nicht zu beneiden, denn sie sind Sklaven ihrer Priester, aber noch viel ärger ihrer Meinungen. Sie meinen, daß alles übler Geister voll ist, welche in Menschen und Tiere schleichen. Aber von Wraldas Geist wissen sie nichts. Sie haben Steinwaffen, die Magjaren kupferne. Die Magjaren erzählen, daß sie böse Geister bannen und ausbannen können: derob ist das Volk gänzlich in banger Furcht und an ihrem Wesen ist nimmer Frohsinn zu spüren.
Als sie sich nun richtig niedergelassen hatten, suchten die Magjaren bei uns Freundschaft: sie rühmten unsere Sprache und Sitten, unser Vieh und unsere eisernen Waffen, die sie gerne für ihre goldenen und silbernen Zieraten eintauschen wollten, und ihr[49] Volk hielten sie immer innerhalb der Grenzpfähle. Aber das führte unsere Wachsamkeit irre.
Achtzig Jahre später[4], just war es Julfest, da kamen sie unerwartet, gleich Schnee durch Sturmwind getrieben, über die Lande gerannt. Die nicht fliehen konnten, wurden getötet. Frya wurde angerufen, aber die Schonländer hatten ihren Rat vernachlässigt. Da wurden Kräfte gesammelt, drei Pfähle von Godaburg wurde ihnen widerstanden: der Krieg blieb da. Kat oder Katerine, so hieß die Maid, die Burgmaid auf Godaburg war: Kat war stolz und hochfährtig: darum ließ sie weder Rat noch Gefolgschaft von der Mutter erbitten. Aber als die Burgherren das erfaßten, sandten sie selber Boten nach Texland, zu der Mutter dort. Minna, so war der Name der Mutter, ließ alle Seeleute aufbieten und all das junge Volk von Ost-Flyland und von den Dänemarken.
Fußnoten
- ↑ 2193–101 = 2092 v. Chr.
- ↑ Das Wort »Kirche« ist ein uraltes Wort der Thule-Kultur und als k-r(g-r) bezw. k-l (g-l) Stamm in Eurasien verbreitet, vgl. H.U. S. 81–82 u. 182–183.
- ↑ Anscheinend ist bei »Magy«, das in dieser Form 1586 von Fischart verwendet wird, an »magia« = Zauberei gedacht, eine echte Humanistenetymologie. Der humanistische Abschreiber des Kodex C hat dann auch wohl die Benennung Magjaren angewendet. Für die »Magi« zur Zeit des Liko Ovira Linda vgl. Abb. 88.
- ↑ 2012 v. Chr.
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