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DE072.05 Gertmänner: Difference between revisions

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===Fußnoten===
 
'''[/65] Dies ist über die Gertmänner'''
 
Als Hellenia oder Minerva gestorben war, da gebärdeten die Priester sich, als ob sie mit uns wären, und damit dies deutlich hervorgehen sollte, haben sie Hellenia zu einer Göttin ausgerufen. Auch wollten sie uns keine andere Mutter kiesen lassen unter dem Vorwand, sie befürchteten, daß unter ihren Maiden keine wäre, der sie so gut trauen könnten als Minerva, die Nyhellenia zugenannt war. Aber wir wollten Minerva nicht als eine Göttin erkennen, sintemal sie selber gesagt hatte, daß niemand gut oder vollkommen sein könne außer Wraldas Geist. Darum koren wir die Tochter des Gert Pire zu unserer Mutter.
 
Als die Priester sahen, daß sie ihren Hering nicht auf unserem Feuer braten konnten, da gingen sie außerhalb Athene und verkündeten, daß wir Minerva nicht als Göttin erkennen wollten aus Neid, weil sie den Einheimischen so viel Liebe bewiesen hatte. Fürder gaben sie dem Volke Bildwerke, die ihr glichen und bezeugten, daß man diese um alles bitten könnte, solange man '''[66]''' gehorsam bliebe. Durch alle diese Erzählungen ward das dumme Volk von uns abwendig, und zuletzt fielen sie uns auf den Leib. Aber wir hatten unsere steinerne Burg mit zwei Hörnern nach der See umgebogen. Sie konnten uns darum nicht näher kommen. Jedoch was geschah: ein Egyptaländer, der ein Oberpriester war, hell von Augen, klar von Verstand und licht von Geist – sein Name war Sekrops – er kam, um Rat zu geben. Als Sekrops sah, daß er mit seinen Leuten unseren Wall nicht berennen konnte, sandte er Boten nach Thyris. Demnach kamen da unerwartet dreihundert Schiffe voller Söldner von den wilden Bergvölkern und befuhren unseren Hafen, derweil wir mit allen Männern auf dem Wall kämpften.
 
Sobald sie den Hafen genommen hatten, wollten die wilden Söldner das Dorf und unsere Schiffe ausrauben. Ein Söldner hatte bereits ein Mädchen geschändet, aber Sekrops wollte das nicht zulassen, und die thyrischen Seeleute, die noch Fryas Blut im Leibe hatten, sagten: »Wenn du das tust, so werden wir den roten Hahn auf unsere Schiffe setzen und dann wirst du deine Berge nicht wiedersehen.« Sekrops, der das Morden und Zerstören nicht liebte, sandte Boten nach Gert, um die Übergabe der Burg von ihr zu fordern: es werde ihr freier Abzug mit aller ihrer treibenden und fahrenden Habe gewährt und ebenso ihren Folgern. Die weisesten der Burgherren, die wohl sahen, daß sie die Burg nicht halten konnten, rieten Gert, daß sie schnell zugreifen sollte, bevor Sekrops wütend würde und anders begänne. Drei Monate später zog Gert von hinnen mit den besten Fryaskindern und siebenmal zwölf Schiffen. Als sie eine Strecke außerhalb des Hafens waren, kamen da wohl dreißig Schiffe von Thyris mit Weibern und Kindern. Sie wollten nach Athen gehen, doch als sie hörten, wie es da beschaffen war, gingen sie mit Gert.
 
Der Seekönig der Thyrier brachte sie allesamt durch die Straße, die zu diesen Zeiten in das Rote Meer auslief. Zuletzt landeten sie am Pangab, das ist in unserer Sprache »fünf Wasser«, weil fünf Flüsse mit ihr nach der See strömen. Hier ließen sie sich nieder. Das Land haben sie Gertmannia geheißen. Als der König von Thyris darauf sah, daß seine besten Seefahrer sich davongemacht hatten, sandte er alle seine Schiffe mit seinen wilden Söldnern ihnen nach, um sie tot oder lebend zu fassen. Aber als sie an die '''[67]''' Straße kamen, da bebte See und Erde. Fürder hob Irtha ihren Leib empor, so hoch, daß all das Wasser zur Straße hinauslief und daß alle Wadden und Schären gleich einem Burgwall vor ihnen aufstiegen<ref>Vgl. Einleitung S. 280.</ref>.
 
''[Teil übersprungen]''
 
==Fußnoten==
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Latest revision as of 09:58, 4 November 2024

L. Zeitalter Minerva

2. Auf Fryasburg 1

Die Gertmänner

72.05 [072]

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