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DE045.01 Jul: Difference between revisions

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'''[[045|45.01 [045]]]'''
'''[[045|45.01 [045]]]'''


[[File:Hk6-1.jpg|none|500px|three wheels]]
{{Wralda Tanfang Tbijin drawings}}


<center>Uralda — der Anfang — der Beginn</center>


[[File:Hk6-2.jpg|none|500px|letters of Standscript and Runscript]]


<center>


[[File:Hk6-3.jpg|none|500px|counting numbers]]
'''[[046|[046]]]'''


=={{Version_Wirth}}==
[[File:COL046 Standskrift.jpg|none|500px|Standskrift and Runskrift cropping of manuscript page 46]]


'''[44] Was hierunten steht, ist in die Wände der Waraburg geritzt'''<ref>Hierzu vergleiche man die Abbildungen der Handschrift, Faksimile Nr. III. Die Runenbuchstaben wurden von mir in unsere heutigen Schriftzeichen übertragen, wobei die symbolische Sechszahl der Buchstaben der drei altfriesischen Namen nicht beibehalten werden konnte, wohl aber entsprechend dem Lautwert um das Julrad geschrieben wurde.</ref>


(Bild einfügen)
'''[[047|[047]]]'''
[[File:COL047 Standskrift.jpg|none|600px|Standskrift and Runskrift cropping of manuscript page 47]]


Was hieroben steht, sind die Zeichen des Juls. Das ist das älteste Sinnbild Wraldas, auch von dem Anfang oder dem Beginne, woraus die Zeit kam: dieser ist der Kroder, der ewig mit dem Jul umlaufen muß. Darnach hat Frya die Standschrift gemacht, die sie gebrauchte zu ihrem Tex (Rat). Als Festa Ehrenmutter war, hat sie die Runschrift oder laufende Schrift davon gemacht. Der Weißkönig, das ist Seekönig, Godfried der Alte, hat davon die absonderlichen Zahlnenner (Zahlzeichen) gemacht für Stand- und Runschrift beide. Darum ist es nicht zuviel, daß wir jährlich einmal derenthalben Fest feiern. Wir dürfen Wralda ewig Dank weihen, daß er seinen Geist so stark über unsere Ahnen hat fahren lassen.
</center>


'''[45]''' In ihrer Zeit hat Finda auch eine Schrift erfunden, aber das war so hochfahrend und voll Kräuseln und Kringeln, daß die Nachkommen deren Bedeutung bald verloren haben. Nachdem haben sie unsere Schrift gelernt, mit namen die Finnen, die Thyrier und die Krekaländer. Aber sie wußten es nicht gut, daß es von dem Jul gemacht war und daß es darum allzeit geschrieben werden mußte mit der Sonne herum. Dabei wollten sie, daß ihre Schrift unlesbar sein sollte für das andere Volk, denn sie haben immer Geheimnisse. Indem sie also taten, sind sie sehr aus der Weise geraten, dermaßen, daß die Kinder die Schriften ihrer Eltern schwerlich lesen konnten, während wir unsere allerältesten Schriften ebenso leicht lesen können als diejenigen, welche gestern geschrieben sind.
=={{Template:Version Wallis}}==
[045] Was hierunter steht, ist in die Wände der Waraburg geschrieben:


Hierunter ist die Standschrift, darunter die Runschrift, fürder die Zahlnenner auf beide Weisen. (Vgl. hierzu Faksimile IV und V.)
Uralda/ Der Anfang/ Der Beginn


(Bild einfügen)
Was hier oben steht, das sind die Zeichen des Jul. Das Jul ist das erste Sinnbild Wraldas, auch vom Anfang oder Beginn, woraus die Zeit kam; sie ist der Kroder, der ewig mit dem Jul herumlaufen muß.


==Fußnoten==
Hiernach hat Frya die Standschrift gemacht, welche sie für ihren Rat brauchte. Als Festa Volksmutter war, hat diese davon die Laufschrift gemacht. Der Weißkönig, das bedeutet Seekönig, Godfried der Alte, hat davon für beide, für die Stand- und die Laufschrift, absonderliche Zahlzeichen gemacht. Es ist darum nur recht, daß wir jährlich deshalb ein Fest feiern. Wir mögen Wralda hierfür ewig dankbar sein, daß es seinen Geist so stark in unsere Ahnen hat fahren lassen.
 
Zu ihrer Zeit hat Finda auch eine Schrift erfunden. Aber diese war so überheblich mit Fransen und Kringeln, daß die Nachkommen die Bedeutung davon bald verloren haben. Danach haben sie unsere Schrift erlernt, namentlich die Finnen, die Tyrier und die Griechen. Aber sie wußten nicht, daß diese Schrift vom Jul abgeleitet war und daß sie darum auch immer [046] mit dem Lauf der Sonne geschrieben werden mußte.
 
Sie wollten auch, daß ihre Schrift für andere Völker unlesbar sein sollte, weil sie immer Geheimnisse haben. So sind sie dermaßen stark von der Weise abgewichen, daß später die Kinder die Schriften ihrer Eltern kaum zu lesen vermochten, wogegen wir unsere allerältesten Schriften genauso leicht lesen können, als ob sie gestern geschrieben wären.
 
Hier ist die Standschrift, darunter die Laufschrift, weiter die Zahlzeichen in beiden Schreibweisen.
 
===Fußnoten===
<references />
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Kapitel G, H und J: [[GHJ Wirth|Wirth 1933]]
[[Category:Deutsche Übersetzungen]]
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Latest revision as of 14:52, 27 April 2026

H. Jul und Schrift

45.01 [045]

W
R
A
L
D
A
.
T.
A
N
F
A
NG
.
T.
B
I
J
I
N
.
Uralda — der Anfang — der Beginn


[046]

Standskrift and Runskrift cropping of manuscript page 46
Standskrift and Runskrift cropping of manuscript page 46


[047]

Standskrift and Runskrift cropping of manuscript page 47
Standskrift and Runskrift cropping of manuscript page 47

Entwurf Wallis

[045] Was hierunter steht, ist in die Wände der Waraburg geschrieben:

Uralda/ Der Anfang/ Der Beginn

Was hier oben steht, das sind die Zeichen des Jul. Das Jul ist das erste Sinnbild Wraldas, auch vom Anfang oder Beginn, woraus die Zeit kam; sie ist der Kroder, der ewig mit dem Jul herumlaufen muß.

Hiernach hat Frya die Standschrift gemacht, welche sie für ihren Rat brauchte. Als Festa Volksmutter war, hat diese davon die Laufschrift gemacht. Der Weißkönig, das bedeutet Seekönig, Godfried der Alte, hat davon für beide, für die Stand- und die Laufschrift, absonderliche Zahlzeichen gemacht. Es ist darum nur recht, daß wir jährlich deshalb ein Fest feiern. Wir mögen Wralda hierfür ewig dankbar sein, daß es seinen Geist so stark in unsere Ahnen hat fahren lassen.

Zu ihrer Zeit hat Finda auch eine Schrift erfunden. Aber diese war so überheblich mit Fransen und Kringeln, daß die Nachkommen die Bedeutung davon bald verloren haben. Danach haben sie unsere Schrift erlernt, namentlich die Finnen, die Tyrier und die Griechen. Aber sie wußten nicht, daß diese Schrift vom Jul abgeleitet war und daß sie darum auch immer [046] mit dem Lauf der Sonne geschrieben werden mußte.

Sie wollten auch, daß ihre Schrift für andere Völker unlesbar sein sollte, weil sie immer Geheimnisse haben. So sind sie dermaßen stark von der Weise abgewichen, daß später die Kinder die Schriften ihrer Eltern kaum zu lesen vermochten, wogegen wir unsere allerältesten Schriften genauso leicht lesen können, als ob sie gestern geschrieben wären.

Hier ist die Standschrift, darunter die Laufschrift, weiter die Zahlzeichen in beiden Schreibweisen.

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