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DE143.01 Landsanierung

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U. Konrad

1. Gräbe und Deiche

143.01 [143]

Wirth 1933

[105] Die Schrift von Konerêd

Meine Ahnen haben nacheinander dieses Buch geschrieben. Das will ich überdies tun, weil in meinem Staat keine Burg übrig ist, an der die Geschehnisse aufgeschrieben werden wie bevor. Mein Name ist Konerêd, meines Vaters Name Frethorik, meiner Mutter Name ist Wiljow. Nach meines Vaters Tod bin ich zu seinem Nachfolger gekoren, und als ich fünfzig Jahr zählte, kor man mich zum obersten Grevetmann.

Mein Vater hat beschrieben, wie die Linda-Orte und die Ljudgärten zerstört worden sind. Lindahem ist noch weg, die Linda-Orte zu einem Teile, die nördlichen Ljudgärten sind durch die salzige See verschlungen. Das brausende Haff schlingt an dem Ringdeich der Burg. Wie mein Vater es berichtet hat, sind die habelosen Menschen hingegangen und haben Häuschen gebauet innerhalb des Ringdeiches der Burg. Darum ist der Rundteil nun Ljudwerd geheißen. Die Seeleute sagen Ljuwrd, aber das ist Fehlsprache. In meiner Jugend war das andere Land, das außerhalb des Ringdeiches liegt, alles Pfuhl und Bruch. Aber Fryas Volk ist wacker und fleißig, sie werden weder müde noch mürbe, weil ihr Ziel zum Besten führt. Durch Ausheben von Gräben und Bauen von Kaideichen aus Erde, die aus den Gräben kam, erhielten wir wieder eine gute Heimstätte außerhalb des Ringdeiches, welche die Gestalt eines Hufes hat, drei Pfähle ostwärts, drei Pfähle südwärts und drei Pfähle westwärts gemessen. Heutzutage sind wir dabei, Wasserpfähle einzurammen, um einen Hafen zu gewinnen und zugleich unseren Ringdeich zu beschirmen. Sobald das Werk vollendet ist, werden wir Seeleute darin aussetzen.

In meiner Jugend stand es hier kraus, aber heute sind die [106] Häuschen schon Häuser, die in Reihen stehen. Und Mängel und Gebrechen, die mit Armut sich hier eingeschlichen hatten, sind durch Fleiß ausgetrieben worden. Hieraus kann ein jeder lernen, daß Wralda, unser Allerhalter[1], alle seine Geschöpfe ernährt, so sie Mut behalten und einander männlich helfen wollen.

Fußnoten

  1. Alfoder, eig. »Allernährer«.

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