Walther Wüst: Difference between revisions
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'''[https://de.wikipedia.org/wiki/Walther_W%C3%BCst Walther Wüst]''' war Indologe und Präsident (ab 1939 Kurator) der ᛋᛋ-Ahnenerbe. In der Podiumsdiskussion in Berlin im Jahr 1934 verteidigte er gemeinsam mit dem Religionswissenschaftler [[Otto Huth]] die Position [[Herman F. Wirth|Herman Wirths]] in Bezug auf Oera Linda. | '''[https://de.wikipedia.org/wiki/Walther_W%C3%BCst Walther Wüst]''' (1901-1993) war Indologe und Präsident (ab 1939 Kurator) der ᛋᛋ-Ahnenerbe. In der Podiumsdiskussion in Berlin im Jahr 1934 verteidigte er gemeinsam mit dem Religionswissenschaftler [[Otto Huth]] die Position [[Herman F. Wirth|Herman Wirths]] in Bezug auf Oera Linda. | ||
Er erscheint unter anderem in den ausgewählten Dokumenten und Briefen bei [[Cornelis_Duinker|Duinker]], [[Heinrich_L._Himmler|Himmler]], [[Otto_E._Mausser|Mausser]] und [[Max_R._Gerstenhauer|Gerstenhauer]]. | Er erscheint unter anderem in den ausgewählten Dokumenten und Briefen bei [[Cornelis_Duinker|Duinker]], [[Heinrich_L._Himmler|Himmler]], [[Otto_E._Mausser|Mausser]] und [[Max_R._Gerstenhauer|Gerstenhauer]]. | ||
Revision as of 14:02, 17 March 2026

Walther Wüst (1901-1993) war Indologe und Präsident (ab 1939 Kurator) der ᛋᛋ-Ahnenerbe. In der Podiumsdiskussion in Berlin im Jahr 1934 verteidigte er gemeinsam mit dem Religionswissenschaftler Otto Huth die Position Herman Wirths in Bezug auf Oera Linda.
Er erscheint unter anderem in den ausgewählten Dokumenten und Briefen bei Duinker, Himmler, Mausser und Gerstenhauer.
Beginn der Auswahl weiterer Dokumente und Briefe
[NS 21/691 scans 230-231] (zie ook o.a. scan 226)
(an Himmler über Galke)
Berlin, 24.5.1937 / Einschreiben! Geheim!
Betreff: Wichtige Meldung über den Referenten im Reichswissenschaftsministerium Professor Dr. Harmjanz.
Kürzlich ist der Obengenannte in München gewesen, um als Vertreter des Reichswissenschaftsministers an der Tagung der Abteilung Judenfrage im “Reichsinstitut für Geschichte des neuen Deutschland” teilzunehmen. Er besuchte bei dieser Gelegenheit auch Professor Dr. Mausser, seinen alten Lehrer, und unterhielt sich mit ihm etwa sieben Stunden lang in zwei Unterredungen, welche am 12./13. Mai stattfanden. Harmjanz kam dabei auch auf das Ahnenerbe zu sprechen und äusserte sich in sehr abfälliger Weise darüber, da für ihn augenscheinlich das Ahnenerbe und die Person Professor Herman Wirths ein und dasselbe darstellen. Harmjanz will, wie er sich Professor Mausser gegenüber wortwörtlich äusserte und wie dieser seinerseits bezeugt, “demnächst gegen das ‘Ahnenerbe’ entscheidend vorgehen”. In dieser Unterredung selbst gab Harmjanz nichts davon zu erkennen, dass Reichsführer Erster Kurator und ich Präsident des Ahnenerbes seien.
Ebensowenig kam Harmjanz, obwohl er mit mir eine mehrstündige Unterredung in Fakultätsangelegenheiten hatte, auf das Ahnenerbe zu sprechen. Uebrigens gab er bei dieser letzteren Unterhaltung an, dass er bis zum Frühjahr 1933 SS-Angehöriger gewesen sei. Meines Erachtens ist eine nachdrückliche, aber nichtsdestoweniger behutsame Erledigung baldigst geboten, weil Harmjanz als ehemaliger, sehr anhänglicher Schüler Professor Maussers diesem in naher Zukunft eine planmässige Professur verschaffen will. Professor Mausser, der sich aus Dankbarkeit gegenüber Reichsführer, Ahnenerbe und mir getrieben gefühlt hat, von Vorstehendem Mitteilung zu machen, ist durch mich unter Handschlag verpflichtet worden, Herrn Harmjanz keine auf die Sache bezüglichen Hinweise zu geben. Ich tat dies in der Absicht, damit Reichsführer von sich aus die Verfahrensweise entscheide. Harmjanz bemerkte auch noch, dass er mit einer 6-7 jährigen Verwendung im Reichswissenschaftsministerium rechne und dass es seine besondere Aufgabe sei, mit allen Einflüssen aufzuräumen, die in steigendem Masse auf die Entscheidungen des Reichswissenschaftsministeriums einzuwirken versuchten. Heute kümmere sich ja bereits die letzte Feuerwehr um Dinge, die eigentlich nur das Reichswissenschaftsministerium angingen.
Heil Hitler! / [gez. W. Wüst] / SS-Hauptsturmführer.