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| '''[/42]''' Dies steht auf Schreibfilz geschrieben: Rede und Antwort den anderen Maiden zu einem Vorbilde.
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| Ein ungeselliger geiziger Mann kam zu Trost, die Maid war zu Stavia, um sich zu beklagen. Er sagte, Unwetter hätte sein Haus weggeführt. Er hätte zu Wralda gebetet, aber Wralda hätte ihm keine Hilfe verliehen. »Bist du ein echter Fryas«, fragte Trost. »Von Eltern auf Eltern«, antwortete der Mann. »Dann«, sagte sie, »will ich etwas in dein Gemüt säen, im Vertrauen, daß es keimen, wachsen und Früchte tragen mag.« Fürder sprach sie und sagte: »Als Frya geboren ward, stand unsere Mutter da, nackt '''[43]''' und bloß, ungeschützt gegen die Strahlen der Sonne. Da erwirkte Wralda in ihrem Gemüte Neigung und Liebe, Angst und Schrecken. Sie sah um sich: ihre Neigung wählte das Beste und sie suchte Schutz unter der schirmenden Linde. Aber Regen kam, und sie wurde naß. Jedoch hatte sie gesehen, wie das Wasser an den Blättern herabträufelte. Nun machte sie ein Dach mit abhängenden Seiten, auf Staken machte sie das. Aber Sturmwind kam und blies den Regen darunter. Nun hatte sie gesehen, daß der Stamm Schutz gab. Demnach ging sie hin und machte eine Wand von Schollen und Soden, erst an einer Seite und fürder an allen Seiten. Sturmwind kam zurück, wütender als bevor, und blies das Dach weg. Doch sie klagte nicht über Wralda noch wider Wralda, sondern sie machte ein Röhrichtdach und legte Steine darauf. Als sie befand, wie hart es ist, sich allein plagen zu müssen, bedeutete sie ihren Kindern, wie und weshalb sie es getan hätte. Die wirkten und dachten zusammen. Auf solche Weise sind wir zu einem Hause mit einer schützenden Linde wider die Sonnenstrahlen gekommen. Zuletzt haben sie eine Burg gemacht und fürder alles andere.
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| Ist dein Haus nicht stark genug gewesen, so mußt du versuchen, es besser zu machen.«
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| »Mein Haus war stark genug«, sagte er, »aber das hohe Wasser hat es aufgehoben und Sturmwind hat das andere getan.« »Wo stand dein Haus dann«, fragte Trost. »Längs des Rheines«, sagte der Mann. »Stand es dann nicht auf einem Nol oder einer Terp«, fragte Trost. »Nein«, sagte er, »mein Haus stand einsam am Ufer; allein habe ich es gebaut, aber ich konnte allein dort keine Terp machen.« »Ich wußte es wohl«, sagte Trost, »die Maiden haben es mir berichtet. Du hast all dein Leben einen Widerwillen gegen die Menschen gehabt, aus Furcht, daß du etwas geben oder für sie tun müßtest. Doch damit kann man nicht weit kommen. Denn Wralda, der mild ist, kehret sich von den Geizigen ab. Festa hat es uns geraten und über den Toren aller Burgen steht es geschrieben: ‘Bist du arg nutzbedacht’, sagte Festa, ‘behüte dann deine Nächsten, hilf dann deinen Nächsten, so werden sie es wieder tun.’ – Ist dieser Rat nicht genug, ich weiß für dich keinen besseren.«
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| Schamrot ward der Mann und er zog still von dannen.
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R. Apollania
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103.26
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Kapitel R4 und R5: Wirth 1933