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DE120.10 Alexander

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S. Frethorik

3. Schriften Ljudgerts'

Alexander der König

120.10

Wirth 1933

[/95]

[Große Teile übersprungen – paraphrasierte Teile und Erklärungen werden hier in kleinerer Schrift angezeigt]

Der folgende Teil, welcher die Rückfahrt der Indo-Friesen erzählt, wurde von mir gestrichen, da er wahrscheinlich eine humanistische Überarbeitung darstellt, also aus der Feder des Schreibers von Kodex C stammen würde. Alt und von größter Wichtigkeit, wie ich in der Einleitung (S. 28o f.) dargelegt habe, ist der Anfang:

Nachdem wir zwölfmal und zweimal zwölf Jahre bei den ‘Fünf Wassern’ gesessen hatten[1], derweilen unsere Seekämpen alle Seen befuhren, die zu finden sind, kam Alexander der König mit einem gewaltigen Heer von oben, den Strom entlang, und befuhr unsere Dörfer.

Es geht daraus hervor, daß die von Strabo erwähnte Siedlung Minagara, welche an der Indusmündung am Meere lag, nicht umfangreich gewesen sein kann. Es wird nun erzählt, daß die am Meere wohnenden Seeleute sich mit ihrer ganzen Habe auf die Flotte einschifften und die hohe See gewannen. Alexander, der erfuhr, welche große Flotte ihm entgangen war, drohte alle Dörfer zu verbrennen, falls sie nicht wiederkäme. Zwischen dem krank am Wall liegenden Wichirte und Alexander wird nun eine Übereinkunft geschlossen, daß die Fryas ihm als freie gegen Lohn dienen sollen, und zwar für die Überführung seines Heeres nach dem ‘heiligen Ganges’, den Alexander zu Lande nicht hatte erreichen können, Alexander ließ von seinen Soldaten Bäume fällen, die die friesischen Zimmerleute zu Schiffen verarbeiten sollten. Die aus den Bergen stammenden Soldaten, die sich vor der See fürchteten, zündeten die Zimmerschuppen an, wobei das ganze Dorf verbrannte. Alexander ist wütend und will die Schuldigen hinrichten lassen. Nearchus rät ihm ab. Alexander gibt seinen Plan auf und entschließt sich zum Rückzug. Die friesische Flotte, mit Weibern und Kindern — anscheinend als Pfand für ihre Treue — und die neuen Schiffe, welche dem Brand entkommen und mit Ioniern und Krekaländern bemannt waren, fahren nun nach der Euphratmündung, während Alexander die Küste entlang durch die Wüste zieht.

Der Vertrag lautete dahin, daß die Geertmänner so weit fahren sollen und dann dort eine Siedlungsstätte wählen oder zurückkehren konnten. Auf Nearchus’ Ersuchen fährt dann die Flotte im Goldsolde Alexanders noch bis zum Ende des Roten Meeres, wo sie von zweihundert Elefanten und taufend Kamelen auf Balken innerhalb dreier Monate nach dem Mittelmeer gezogen wird, und zwar durch die Wüste, welche sich seit jener Durchfahrt der Flotte der [96] Geertmänner-Ahnen gebildet hatte. Nearchus hätte ihnen gesagt, daß sein König den anderen Königen seine Allmacht zeigen wollte.

Als Alexander erfuhr, wie sein Entwurf ausgegangen war, wurde er so vermessen, daß er die trokkene Straße ausheben lassen wollte, Irtha zum Spotte. Aber Wralda ließ seine Seele los; darum ertrank er in dem Wein und seinem Übermut, ehe er damit beginnen konnte.

Nearchus schlägt den Geertmännern die Ansiedlung an der phönizischen Küste vor. Sie lehnen ab und erklären, lieber die Rückfahrt nach Fryasland wagen zu wollen.

Fußnoten

  1. Alexander erscheint 327 v. Chr. am Indus; die Niederlassung der Geertmänner hat also 1551 v. Chr. stattgefunden.

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