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Otto E. Mausser

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Otto Ernst Mausser (1880-1942), deed vanaf 1936 in opdracht van SS-Ahnenerbe — contactpersoon Wolfram Sievers (1905-1948) — geheim onderzoek naar Oera Linda.

Een deel van zijn werk en correspondentie komt voor op de lijst Chronologie zur Ura-Linda-Chronik (2005; zie hier) van Gerd Simon, maar veel ontbreekt daar.

Originelen staan o.a. in verzamelingen Bundesarchiv NS 21/563 en NS 21/348.

Selectie van documenten en brieven

Beschrijvingen meest overgenomen van Simon 2005; vindplaats in het Bundesarchiv toegevoegd.

  • ohne Datum / Entwurf Ura-Linda-Chronik. Aufgaben der philologischen Kritik [563/33-34] → zie onder
  • ohne Datum (doch zie brief 7-9-1940) - Textkollation zur Ura-Linda-Chronik-Ausgabe Ottemas an Hand der Handschrift [348/318-374]
  • 25-5-1936 / an Sievers: Mausser arbeitet mit Albert Hermann zusammen. Verbot Himmlers + Rosenbergs öff. Disk. über Ura-Linda-Chr. Maussers Schwager Studienprof. Wurmsee war Lehrer Himmlers [563/183-184]
  • 20-6-1936 / Sievers an Mausser: Ura-Linda-Kopie eingetroffen. 2. Exemplar wird kopiert. Mitteilung über Schwager Wurmsee an Himmler. Maussers Arbeit müsse bis zu Herrmanns Antritt seiner China-Reise Sommer 37 fertig sein. [?]
  • 1-7-1936 / Sievers an Mausser: anbei 2 Fotokopien der Ura-Linda-Chronik. Bl. 169-188 und 193-194 fehlen auch im Original. [563/193]
  • 20-8-1936 / an Dekan München (= Wüst): Aller Verpflichtung gegenüber Bibliographischem Institut Leipzig. ledig. Jetzt Ura-Linda-Chr. [hsl. Zusatz Wüst:] Mausser hat “ein wirkliches Opfer gebracht (…), indem er seinen für ihn sehr günstigen Vertrag mit dem Bibliographischen Institut preisgegeben hat. (Er sollte ein nhd. Wörterbuch machen). Es ist bezeichnend für Maussers Bescheidenheit, wie diskret er diesen Verzicht formuliert. Ich halte es für sehr geboten, dass er ab 1.10.36 (wohl 38) in Form eines Stipendiums unterstützt wird.” [563/197-198]
  • 10-11-1936 / Sievers an Mausser: Anbei Niederschrift der Aussprache über die Ura-Linda- Chronik in der Aula der Universität Berlin am 4.5.34 nach der stenographischen Aufnahme. [563/199]
  • 26-11-1936 / an Sievers: Dank für Zusendung des Buches von Köhler. „Eine Zierde für die Universität Kiel ist diese Arbeit gerade nicht.“ „Wenn so etwas in der Fakultät durchgeht - - - - - der Rest ist Schweigen.“ [563/211]
  • 29-12-1936 / an Sievers: Artikel „Ura-Linda-Chr.“ im Herder-Lexikon „unerhört“ [563/209]
  • 8-3-1937 / an Sievers: Anbei [00] Bericht. 2. Teil folgt. „Ich sehe – den weiteren Ausführungen wiederum vorausgegriffen – in diesen Zeichen [= Trennungszeichen] einen weiteren schlüssigen Beweis dafür, dass die Handschrift der Ura-Linda-Chronik kein modernes Autogramm, sondern treue Kopie einer alten Vorlage ist, die vielleicht selbst wieder eine Vorlage oder sogar deren mehr voraussetzt.“ [563/205]
  • 1-9-1937 / an Sievers: Schreibeigentümlichkeiten „dienen zur Gliederung der Komposita in ihre Bestandteile …“ „Aufgabe, den Text durchzutaktieren …“ Alsbald Kollation (Handschrift mit Ottemas Ausgabe), dann „grammatische Einzeluntersuchung.“ Dann Herstellung des neuen Textes. [563/247-249]
  • 4-10-1937 / Werner Müller an Mausser: Zu Lebenslauf Ottemas + Over de Lindens wird Mausser in Kürze Abhandlung zugehen. Müller hat Ura-Linda-Chr.- Auseinandersetzungen zwischen 1870 – 1876 1934 antiquarisch erworben. Chronik WORP von Thabors befindet sich in der „Friesenbibliothek“ von Roselius. Wohl dasselbe Exemplar, das Over de Linden besass. NL Ottema dürfte im Archiv der >Friesch Genootschap< (Leeuwarden) zu finden sein. [563/221-223]
  • 4-12-1937 / an Harmjanz: Harmjanz = „alter Schüler“ Maussers. Arbeit an Ura-Linda- Chr. ergab sich durch Schwager Wurmsee, „der der Lehrer des RF auf dem Landshuter Gymnasium war“. Zu Wirth keine besondere Beziehung. RFSS hat alle Veröffentlichungen über Ura-Linda-Chr. untersagt. „Die Bearbeitung dient der rein privaten Unterrichtung des Herrn RF.“ Von „Zweck, auf dem Weg der germanistischen Untersuchung die Echtheit der Chr. festzustellen“, keine Rede. [563/177-181]
  • 7-12-1937 / Harmjanz an Mausser: „Ich bin nun auf Grund Ihrer Mitteilung einigermassen in Verlegenheit. Ihre Berufung zum 1. April 1938 nach Königsberg hatte ich in allen Phasen so vorbereitet, dass alles nach menschlichem Ermessen hätte in Ordnung gehen können. Nun haben aber die Königsberger diese Ura-Linda- Angelegenheit von irgendwoher gehört und wollen von mir genau wissen, wie es damit steht. Deren Meinung ist folgende, dass sie niemanden auf einen Lehrstuhl in Königsberg berufen können, der sich mit diesen Dingen auch nur annähernd befasst.“ Auch Harmjanz überrascht. Was tun? [563/165-175]
  • 10-12-1937 / an Harmjanz: Brief Mausser an Harmjanz 7.12.37 vertraulich an Dekan! Anbei Erlass Rosenberg (00). M. werde sich „mit allen mir zu Verfügung stehenden Mitteln gegen eine Diffamierung meiner Person wenden (…), zumal es ja auch nicht unbekannt ist, dass dt. Gelehrte in Acht und Bann getan werden, weil sie beispielsweise sich mit gefälschten Papsturkunden beschäftigen.“ [563/161]
  • (16-12-1937 / Galke an RFSS: Mausser dürfe „der Lehrstuhl an der Universität Königsberg deshalb nicht vorenthalten werden, weil er sich mit der Ura- Linda-Chronik beschäftigt, was weder Herrn von Richthofen, der Dekan an der Universität Königsberg ist, noch Herrn Dr. Harmjanz anscheinend passt. – Allerdings sind nach Auskunft von Prof. Wüst die Untersuchungen des Prof. Mausser geeignet, einen grossen Teil der sogenannten exakten Wissenschaftler, die sich damals in den Streit um die Ura-Linda-Chronik eingemischt haben, restlos zu blamieren.“ (hsl. Zusatz am Rand:) „nicht ab, da bereits berufen“ [563/151])
  • 5-1-1938 / Wüst an Mausser: Betr.: Lehrstuhl Königsberg. „Es ist soweit alles geklärt. Die Königsberger Fakultät wird in den nächsten Tagen eine Liste einreichen, in der Sie an erster Stelle stehen.“ „Darf ich Sie noch bitten, dass diese Angelegenheit nicht unter die Oeffentlichkeit kommt?“ [563/143]
  • 17-3-1938 / Die Ura-Linda-Chronik und die Chronik van Friesland des Worp von Thabor, 1399“ Über die Schreibweise: „vollständige Fehlanzeige.” [563/7-10]
  • 13-11-1938 / an Sievers: Betr.: Duinker. „Die Übersetzung des Herrn Duinker und sein Kommentar werden einen Jubelschrei der Feinde der Ura- Linda-Chronik auslösen. Es ist eine Sünde an der Chronik, so ein Werk in die Welt zu schicken.“ [563/57-59]
  • 15-2-1940 / an Sievers: „Niederschrift der Aussprache über die Ura-Linda-Chronik in der Aula der Universität Berlin“ nicht auffindbar. Wüst fragen [563/127]
  • 7-9-1940 / an Sievers: Kündigt Kollationsbericht an, „Vorläufer der gramm. Detailuntersuchung“. Kleinarbeiten macht Schaufelberger. Erwartet Besuch Plassmanns in Königsberg. [563/125-126]
  • 20-7-1941 / an Sievers: Zu den Vorträgen von Heyting und Overwijn. „Besonders interessant war mir natürlich zu hören, dass auch die Holländer die Echtheit der Ura-L-Chronik nicht anzweifeln. Der Unterschied zwischen mir und ihnen ist nur der, dass ich genagelte Beweise erbringen kann.“ [BDC PA Mausser]
  • (31-8-1942 / Sievers an Erna Schuller [Witwe Mausser]: Bitte, Ziesemer auffordern, der Mitarbeiterin des Ahnenerbes Elsemarie Querner den wissenschaftlichen Nachlass Maussers in Königsberg zugänglich zu machen. [968/?]

Omgezette teksten

Bundesarchiv NS 21/563 “Echtheit der Ura-Linda-Chronik”, scans 33-34.

Von Otto Mausser, undatiert.

Ura - Linda - Chronik: Aufgaben der philologischen Kritik

1. Beschreibung der Handschrift, wenn sie greifbar wird, nach den Grundsätzen des Handschriftenarchive der Deutschen Kommission bei der Berliner Akademie.

2. Feststellung und Beschreibung der Orthographie des Textes gleichgültig ob die Handschrift beigebracht werden kann oder nicht. (Im letzteren Falle nur nach Ottema.[1]

Anm. U.a. ist auch zu achten auf die Funktion der Zirkumflexe in Ottemas Text bzw. in der Handschrift. Soweit ich bis jetzt sehe, steht im Druck Zirkunflex -^- für etymologische Länge, ferner für Neulänge aus Kürze, scheinbar auch bei Wurzeln, die mit offenem e (Lachmanns ë) anzusetzen und nicht gelängt sind. Z.T. wird Zirkumflex auch verwendet für e als Produkt eines entrundeten, etymologisch kurzen ö-Lautes.

Jedenfalls muss der seltsamen Zirkumflektlierung bei Ottema nachgegangen werden.

3. Sammlung von unbewussten Fehlschreibungen.

4. Ev. Sammlung bewusster Fehlschreibungen, also von Falsifikaten, wenn solche vorliegen.

5. Prüfung der Infinitivform.

6. Prüfung der Verbalkonjugationen unter Einschluss der Partizipbildung.

7. Prüfung der Substansivflexion, besonders der starken Maskulina und starken Neutra, sowie der schwachen Substantiva.

8. Flexion der Pronomina und Gestaltung der Pronomina.

9. Flexion der Adlextiva,

9a. Zahlwort.

10. Flexion der Eigennanen.

11. Untersuchung des Wortschatzes {eine Vorarbeit dafür liegt bereits vor in dem Zettelkatalog des Kollegen Herrmann}

12. Sammlung der Nomina geographica (s. die Vorarbeit im Zettelkatalog des Kollegen Herrmann) - dazu Beischaffung von Parallelen für die Behandlung geographischer Namen aus der germanischen Literatur überhaupt (bis ins Mittelhochdeutsche‚ Mittelniederdeutsche‚ Mittelniederländische herein). Zu sehen ist dabei namentlich auf die Umgestaltung, die die Länder- und Geländenamen u.ä. finden.

Um gute Parallelen zu gewinnen ist neben dem Haupttext der Ausgaben vor allem der Variantenapparat durchzumustern. Die Sammelarbeit kann ev. durch Studenten gemacht werden, die aber von mir nicht erfahren, wofür die Materialien von mir verwendet werden.

13. Sprachlicher und lexikalischer Vergleich: 1. mit dem anerkannten Friesisch der offiziellen Grammatik und der gesicherten Texte, die leider alle aus recht später Zeit stammen; 2. mit dem Insel-Nordfriesischen, wie es Kollege Herrmann im Brief vom 11. September 35 schon andeutet.

14. Kontrolle der Übersetzung Ottemas und, wenn die Handschrift verfügbar ist, seiner Textherstellung.

15. Kontrolle der Übersetzung Wirths an der Übertragung Ottemas und am Original.

16. Der Text der Chronik ist ein Mosaiktext‚ ähnlich wie etwa gewisse Mystikertexte. Es muss versucht werden die echt altfriesischen oder halbaltfriesischen Teile und Partikelchen herauszuziehen — im Drucktext können sie durch besondere Type[?] gekennzeichnet werden —‚ um auf diese Weise die sprachlich zu hundert % oder auch zu einen niedrigeren Prozentsatz als altfriesisch zu zeichenenden Teile festzustellen.

Zu dieser Auseinandergliederung des Mosaiktextes ist die sprachliche Einzeluntersuchung durch mich allein nötig, von der in den Vorpunkten die Rede ist.

17. Wenn eine Textpartie als sprachlich völlig unfriesisch erkannt ist, so braucht damit noch nicht gesagt zu sein, dass nun auch der Inhalt in seiner Gesamtheit oder auch in Teilen unecht wäre, In diesem Fall hat die kulturgeschichtliche — das Wort im weitesten Sinne genommen — Sachforschung kritisch einzugreifen. Von der ganzen Arbeit weiss niemand etwas als ich und meine Sekretärin.

Noten

  1. Da die Handschrift nun vorliegt, muss die Frage der ZirKumflektierung natürlich für Ottema und den Originaltext erhoben und geprüft werden.