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1937 Ernste Betrachtung

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(mit Anschreiben an Koehler & Amelang Verlag, Leipzig)[1]

[Autor:] Waldemar Müller-Eberhart

Oberschreiberhau [heute: Szklarska Poręba], 27.10.37.

Ernste Betrachtung für völkische Zukunft.

URA LINDA-CHRONIK.

Nur wer sich in unvoreingenommenem Studium mit der bei Koehler & Amelang — Leipzig 1933 von Herm. Wirth herausgegebenen Chronik der Ura Linda eingehend psychologisch, kriminell-betrachtend und die einzelnen Vergleichungsmomente auf Echtheit nach den Bildtafeln und Tatsachenberichten den Herausgebers prüfend, beschäftigt, darf ein Wort für oder gegen den Wert oder Unwert der Chronik äussern.

Selbst wenn die einzelnen vorhistorischen oder mythischen Berichte der Chronik falsch sein sollten, sind diese für unser völkischen Gottesbewusstsein von grösster und eindringlichster Bedeutung. Will man an eine visionäre Schau denken oder an ein mediales Diktat, so wäre auch dann Buchstabe und Inhalt von Gewissenhaftigkeit für die Zukunft des völkischen Lebens zu untersuchen. Eine Niederschrift, nur um zu fälschen, aus antisemitischen und pangermanischen Neigungen, wie es nachgesagt wird, erscheint angesichts der widersprechenden Tatsächlichkeiten hinsichtlich solcher an den Haaren herbeigezogenen Möglichkeit völlig fehlgehend.

Wenn die Echtheit nun nachweisbar ist, und sei es nur in einzelnen wesenhaften Teilen, stürzt die mosaische Welt, Jehova im Alten und Christtum im neuen Testament. Das muss man sich vergegenwärtigen, wenn, von den Breslauer Theologen ausgehend, gegen die Chronik Sturm gelaufen ist. Die Theologie ist demnach keinesfalls eine voreingenommene Prüfungsstelle. Im Gegenteil ihr Verdikt ist ein Aufbaustein zur Begründung der Echtheit.

Auch diejenige “Deutsch-Gläubigkeit”, die im Grunde genommen keine Gottschau im Geiste des Ahnenvermächtnisses ist und nur bei der völligen Geistesverwirrung in solchem Vermächtnis augenblicklich aufleben konnte bei Kenntnislosigkeit der echten Gotterkenntnis unserer arisch-nordischen Vorfahren, auch diese Deutsch-Gläubigkeit muss sich von der Chronik abwenden; denn um nur eins hervorzuheben: da wird von der Geistesentartigung der “Findas” (fremden ostischen Minderwertsvolkes) gesprochen, unter denen es “Wahnweise” gibt, die durch “Überfindigkeit” so arg geworden sind, dass sie sich weismachen und die Eingeweiten überzeugen, “dass sie der beste Teil des Geistes Wraldas sind und dass Wralda allein vermag zu denken durch Hilfe ihres Gehirns. Dass jedes Geschöpf ein Teil von Wraldas unendlichen Wesen ist, das haben sie von uns ergafft. Aber ihre falschen Reden und zügellose Hochfährtigkeit haben sie auf einen Irrweg gebracht. Wäre ihr Geist Wraldas Geist, so würde Wralda ganz dumm sein, statt licht und weise.” “Lehre und künde den Völkern: Wralda ist das Allerälteste und Überälteste, denn es schuf alle Dinge. Wralda ist alles in allem, denn es ist ewig und unendlich. Wralda ist überall einwärtig, aber nirgends zu besehen: darum wird dieses Wesen Geist geheißen. Alles, was wir von Ihm sehen können, sind die Geschöpfe, die durch sein Leben kommen und wieder hingehen: denn aus Wralda kommen alle Dinge und kehren alle Dinge wieder. Aus Wralda kommt der Anfang und das Ende; alle Dinge gehen in ihm auf. Wralda ist das eine allmächtige Wesen, denn alle andere Macht ist von ihm entliehen und kehret zu Ihm wieder. Aus Wralda kommen alle Kräfte, und alle Kräfte kehren zu Ihm zurück. Darum ist ER (ES) allein das [2] schaffende Wesen, und da ist nichts geschaffen ausser Ihm.”

Mit diesen Sätzen sei die Gotteserkenntnis der Chronik umrissen. Es sind aber völkisch beachtenswerte Lebensgesetze für den einzelnen, die Sippen und das Volk aufgezeigt, so historisch echte und nachweisbare Begebenheiten beschrieben, Geschichten in ihrer Einfachheit und damit Volksgut wert erzählt, dass auch hiermit der völkischen Grund idee Bereicherung wird.

Der Herausgeber ist keineswegs ein heissporniger Aufdränger seiner Erkenntnis, dass die Chronik jedenfalls nicht erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Er bringt dafür Beweise, die unumstösslich sind. Nur dies sei herausgegriffen: Alle Ergebnisse der neuzeitlichsten Vorgeschichtswissenschaft waren zur Zeit des Bekanntwerdens der Ura-Linda-Chronik noch undenkbar. — Die archäologische Ausbeute der Abgrabungen der sog. Terpen (Wohnhügel an der Nordsee) und deren Beschreibung zu wissenschaftlichen Zwecken war damals noch nicht bekannt. Durch Frühgeschichtsforschung wird auch später erst die in der “argen Zeit” entstandenen Völkerwanderungen, wie sie die Chronik schon beschreibt, bekannt! Auch von den Vorgängen der durch Grabungsfunde erst tatsächlich nachweisbaren Besiedlungsfahrten der “Fryas” (Friesen) in das Mittelmeer (Phönikien, Nordafrika, Griechenland, Italia, sog. “Krekalande”) ist zu Mitte des 19. Jahrhunderts noch nicht bekannt, da erst in den letzten Jahrzehnten Näheres wir wissen konnten”. (Seite 172/3, 250 und viele andere Stellen in der Chronik; denn unermüdlich ist der Herausgeber besorgt, ja ausführlich die Beweise an Hand der Funde und deren Abbildungen darzubieten!)

Erschütternd ist es danach, wenn men erfährt, wie Herm. Wirth nach anfänglicher Wertung durch die völkisch freie und verantwortungsbewusste Stellungnahme plötzlich Gleichgültigkeit oder gar Ablehnung erfuhr. Man fragt, wer hat sich in den Geist so hereingedacht, wie der Herausgeber? Wer diese geradezu unermessliche Kleinarbeit geleistet, um uns aus einer versunkenen “Vineta-Zeit” ein Heiliges, ein unsagbar kostbares Volks- und Glaubensgut, das heute noch seinen inneren Wert hat, heraufzuheben? — Warum folgt man in diesem Falle den einseitig sich selbstbehauptenden Theologen? Gibt es Pseudovölkische? Will man da aus unserem Volkstume das geistige Ahnengut verdächtigen, um zunächst mal eine Schaumblase von deutscher Gottschau und deutschen Glauben aufzublasen, die dann um so eher zerplatzt, wenn man es an der Zeit hält, nun wider den “Findas”, das sind für uns Heutigen die Romhörigen, die Magier des Vatikans, ausgeliefert zu werden, um den völkischen Glaubens-Auftrieb zu brechen? — Man lese in der Ura-Linda-Chronik, wie zu allen Zeiten das falsche eigensüchtige Priestertum es verstand, echte Volkskraft zu brechen mit List und Tücke und wie der “deutsche Michel” immer schon ein Michel war!

Ohne zu wissen und zu werten, was geschieht, die Frage um den Wert oder Unwert der Chronik nicht verstummen zu lassen, ist hier ausgesprochen: Der Inhalt der Chronik muss zum geistigen Volksschatz werden! Wer prüft ehrlich und tritt für die Anerkennung ein? Der Verlag oder die frühere “Herman-Wirth-Gesellschaft” müsste die Stelle der Sammlung für die Anerkenntnis des wahren Volksgutes in der Chronik sein!

Zum nordischen Heil!

Waldemar Müller-Eberhart

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